Acronis SD PXE ohne RIS



Um mit Acronis Snap Deploy einen Remote-Boot durchzuführen, muss man normalerweise einen Win2k-Server oder einen Win2k3-Server besitzen.
Es gibt die Möglichkeit die zum Start benötigten Dateien entweder auf einen RIS-Server hochzuladen oder auf dem Snap-Deploy-eigenen PXE-Server liegen zu lassen.
Allerdings gibt es für Windows keinen gescheiten, kostenlosen DHCP-Server.
Meistens muss man auf Linux ausweichen oder einen Windows Server einsetzen.

Es geht aber auch etwas anders: Mit tftpd32 existiert ein integrierter, vollwertiger TFTP- und DHCP-Server.

Dazu muss man zunächst einmal den in Snap Deploy integrierten PXE-Server deaktivieren. Dies macht man über (Rechtsklick) Arbeitsplatz -> Verwalten -> Dienste -> Acronis PXE-Server -> Beenden.
Jetzt kann man den tftpd32 starten und konfigurieren. In der Konfiguration deaktivieren Sie alle Server, jedoch ausgenommen dem DHCP-Server. Nehmen Sie nun noch die gewünschten Einstellungen am DHCP-Server vor.
Nach einem Restart von tftpd32 können Sie wieder den PXE-Server von Snap Deploy aktivieren.


Warum das ganze?
Der in Snap Deploy integrierte PXE-Server horcht auch auf dem Port von DHCP.
Das mag der tftpd32 allerdings absolut nicht und bricht daher das Portmapping mit einer Fehlermeldung ab. Erst nachdem man den PXE-Server von Snap Deploy deaktiviert hat, kann man den tftpd32 einwandfrei starten. Komischerweise gibt der Snap Deploy-PXE-Server keinerlei Fehlermeldung aus, allerdings stört uns das nicht weiter, denn es funktioniert beim nächsten Booten der Clients alles einwandfrei :)